Rubrik: Weitere Angebote und Projekte „Kultursensibel-systemische Elterntrainings“ Das Ziel des kultursensibel-systemischen Elterntrainings ist es, türkische und kurdische Eltern darin zu motivieren und zu stärken, den Weg ihrer Kinder mitzugestalten und bestehende Angebote wahrzunehmen, statt sich aufgrund bestehender sprachlicher und kultureller Barrieren auszuschließen, weil gerade Kinder mit Migrationshintergrund inzwischen den Großteil von Kindertageseinrichtungen und Schulen bilden. Im Kern geht es darum, ein gemeinsames Wir-Verständnis zu entwickeln und einander zu verstehen und zu bereichern. Das Elterntraining ist ein Angebot, bei dem präventiv-erzieherische Basisfertigkeiten eingeübt werden, um die Erziehungskompetenzen der Eltern zu stärken. Aktuell gibt es ein Stadtteilorientiertes Kooperationsprojekt zwischen der IKF – Interkulturelle Familienhilfe und der GfS – Gesellschaft für Sozialarbeit e.V. mit folgenden Zielen: • Beratung und Unterstützung bei Erziehungsschwierigkeiten und -fragen • Verstehen kindlichen Verhaltens durch Mentalisierung, d.h. Eltern lernen, sich in die Lage des Kindes durch gezielte Beobachtung, Beschreibung und die gemeinsamen Gruppenreflexionen zu versetzen. • Informationsvermittlung über grundlegende Bedürfnisse von Kindern und deren Handlungsmustern. • Vermittlung von Erziehungsstrategien und Interventionsmöglichkeiten bei Problemsituationen (Selbsterfahrungsaustausch). • Einübung von positiven Interaktionen und angemessenen Reaktionsbildungen. • Strukturierung des familiären Zusammenlebens. • Motivierung und Stärkung. • Partizipation, Miteinbringung und aktive Mitgestaltung. Ansprechpartner bei Kooperationsinteresse: Cihan Akbaba, Suriye Özden, Inan Baysal Fortbildungsangebote Kultursensibel-Systemisches Arbeiten: ressourcen- und lösungsfokussierte Haltungen, Techniken und Methoden in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und MigrantInnen. Zielgruppe: Schulen, Kindertageseinrichtungen, Elternvereine, soziale Einrichtungen, Jugendzentren, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, ErzieherInnen und Personen, die in sozialen Bereichen arbeiten und neue Modelle, Methoden und Techniken erlernen möchten, um einen erfolgreichen Zugang in die Lebenswelten von Migranten, Kindern und Jugendlichen zu erlangen und die Kooperationsqualität mit den genannten Gruppen zu steigern. Themen und Ziele: Mobbing, Integration, Partizipation, Kooperation (MIPK) Coaching Kurzbeschreibung: In der Fortbildung stellen wir als IKF unsere kultursensibel-systemisch ausgerichtete methodische Konzeption vor, die unseren jahrelangen Erfahrungswerten zur Folge im Zugang zu Familiensystemen, Jugendlichen, deren Bezugspersonen und für die Arbeit in den unterschiedlichsten Sozialkontexten und -bereichen enorm effizient ist. Denn in ihrer Gesamtausrichtung bewegen sich unsere Angebote aufgrund dieser kultursensibel-systemischen Haltung jenseits selektiver und starrer Vorgabemodelle, die von Vorurteilen und somit von Abblockmechanismen geprägt sind. Stattdessen basiert unsere Arbeit auf ressourcen- und lösungsorientierten Methoden, um das Angebot innerhalb bestehender und partizipativ zu entwickelnder sozialer Systeme der Hilfe-Adressaten zu ermöglichen. Dabei werden ferner differenzierte Methoden angewandt, die auf die Bandbreite von unfreiwilligen Kunden, bis hin zu motivierten und veränderungswilligen Klienten greifen. In allen Fällen ist die Arbeit der IKF transparent für die Hilfeempfänger, damit die positiven Ressourcen hinsichtlich ihrer Weiterentwicklung in einem dialogoffenen Prozess gemeinsam ermittelt und ausgebaut werden können, im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe. Denn Vertrauen und Fördern, im Sinne von fördern durch fordern, ist die Grundbasis unserer Zusammenarbeit. Ansprechpartner: Cihan Akbaba „Musik kennt keine Hautfarbe“ Ein innovativ, kreativ-künstlerisches Angebot zur Partizipation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene in schwierigen Lebenslagen zwischen 13-21 Jahren, die bereits straffällig geworden sind oder durch erste Abweichungen in anderen Bezugssystemen (Schule, Jugendhilfe, Jugendsozialarbeit) auffallen. Themen und Ziele: Das Angebot „Musik kennt keine Hautfarbe“ ist ein Kooperationsprojekt, das bislang mit der Albert-Schweitzer Schule in Herford, dem Fachdienst Jugendhilfe im Strafverfahren der Stadt Herford und in der Arbeit mit vielen Jugendlichen sehr erfolgreich durchgeführt wurde. Es ist ein kreativ-künstlerisches und stärkenorientiertes Angebot zur Förderung und Unterstützung von Jugendlichen. Besonders im Bereich ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung sollen diese Jugendliche unterstützt werden, was vom Elternhaus oftmals nicht im ausreichenden Maß gewährleistet werden kann. Darüber hinaus ist das Angebot eine Hilfe zur sozialen Integration und Unterstützung des sozialen Lernens in der Gruppe. Primär soll dieses Angebot Jugendliche ansprechen, die eine eher unstrukturierte Freizeit haben und sich stark an ihrer (oft ebenfalls kriminellen) Peer-Group orientieren. Über die künstlerisch-kreative Auseinandersetzung mit ihren eigen Gefühlen, ihrem Verhalten und ihren Grenzerfahrungen, sollen Jugendliche in ihrer Identitätsentwicklung gefestigt werden und dort abgeholt werden, wo sie sich am wohlsten fühlen. Wichtig ist dabei, ihnen Aussicht auf Erfolg zu bieten, damit sie sich mit der Arbeit und dem gemeinsam erarbeiteten Song identifizieren. Dieses Angebot ist auf ihre sehr spezielle Weise neu und baut sich zunehmend aus. Genauso wie die Musik keine Grenzen hat, kann sie im Rahmen des Angebots sehr flexibel gestaltet werden. Die folgenden Videos und Tracks sollen dies veranschaulichen: Ansprechpartner: Cihan Akbaba Video link youtube: http://www.youtube.com/watch?v=dci7KUqo3bU